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Der Schweiß lief ihr über das Gesicht und sie genoss die feuchte Hitze. Nachdem sie viel Zeit hatte, nutzte sie das commenorische Dampfbad in ihrem Arrest regelmäßig. Zuhause, auf der Destructor, es war das einzige Heim, das sie noch hatte, hatte sie nur selten die Gelegenheit gefunden, sich so eine Auszeit zu gönnen. Als Kommandantin und Geschwaderchefin gab es einfach zu viele Aufgaben, die ihre Aufmerksamkeit beansprucht hatten. Doch nun war Admiral Durana Filor im Hausarrest und hatte vor allem Zeit. Bis auf das Erstellen ihres Berichts über die Ereignisse in der anderen Galaxis hatte sie nichts zu tun.
Durana lächelte bei dem Gedanken, dass zumindest ihre Wächter dies glaubten.
Die Runde, Durana hatte die Gruppe hochrangiger Verschwörer für sich so getauft, sorgte für ausreichend Beschäftigung, mit der sie ihre Tage verbrachte. Sie alle waren sehr ehrgeizig was Großadmiral Heartnet schon bald merken würde. Der derzeitige Anführer des Imperiums mochte vielleicht von Daraay persönlich ernannt worden sein, aber der Runde reichte das nicht an Legitimität. Zumal sich die meisten selber in einer Position sahen, die Geschicke des Imperiums zu leiten. Sie waren alle nicht in der ersten Reihe der Führung, aber dennoch nah genug um wichtige Positionen selbst zu besetzen und das Imperium wieder zu dem zu machen, was es einst an Größe und Macht erreicht hatte.
Durana setzte sich auf und goss eine Kelle des mit aromatischen Kräutern versetzten Wassers auf die heißglühenden Steine. Sie seufzte genießerisch, als die Welle des heißen Dampfes sie einhüllte.
Bald würden ihre Pläne Gestalt annehmen und die Runde würde aus dem Schatten treten. Selbstverständlich konnte man nicht alles vorhersehen, aber die meisten Fallstricke hoffte sie bereits vorab umgangen zu haben. Sie machte sich wenig Illusionen, dass die Verschwörer ihre aktuelle Einigkeit bewahrt hätten, wenn einer von ihnen zum neuen Herrscher aufgestiegen wäre und das Imperium wäre einem erneuten Bruderkrieg ausgeliefert, während Shkaam und Neo-Imperium weiter die Grenzen bedrohten und Rebellen die innere Ordnung gefährdeten. Wenig hatte ihr mehr Kopferzebrechen bereitet, als die Auflösung Imperialer Macht. Daher hatte sie den anderen vorgeschlagen weiter im Hintergrund zu agieren und eine Marionette zu installieren, die der Innere Zirkel kontrollierte.
Zähneknirschend und nach langen Diskussionen hatte man ihr zugestimmt.
Das hatte das Problem nur in die Zukunft verschoben, aber es würde Zeit zur Vorbereitung des Machtkampfes bringen. Niemand aus dem Kreis ihrer Mitverschwörer machte sich vor, dass es harmonisch oder gar demokratisch weitergehen würde, aber man hatte die Möglichkeit sich un die Probleme zu kümmern.
Sie kicherte bei dem Gedanken, dass Varro ihr vertraute. Er war der offensichtliche Anführer und durchaus der kompetenteste Offizier der Runde, doch auch er bot Chancen für Manipulation. Er war ein herausragender Verwalter, aber sein letztes Kommando an der Front lag Jahre zurück, noch bevor das Neo-Imperium Chaos und Vernichtung in die Galaxis brachte. Er hatte nie gelernt trickreich und hinterhältig zu kämpfen, sondern sich stets auf Übermacht und zahlenmäßige Überlegenheit verlassen. Er wae ein Offizier von der "Alten Schule", was sein Denken und Verhalten bestimmte, unfähig eigene Ansichten und Überlegungen zu hinterfragen. Er hatte nie ohne Nachschub und Verstärkung operiert, ganz anders als Durana, die als Teil der IRA und in der anderen Galaxis so kämpfen musste. Das war sein blinder Fleck und Durana hatte gelernt diesen schamlos für ihre Zwecke zu nutzen.
Ein Teil von ihr fragte sich was Hailfire wohl von der Sache halten würde, wenn er je zurückkehrte. Auch nach all den Jahren hatte sie ihn immer noch nicht komplett durchschaut. Sie beide waren loyal zu Redhorse, doch wie würde es sein, nachdem dieser Pol verschwunden war.
Sie lächelte selbstzufrieden. Damit würde sie sich auseinandersetzen, sobald es notwendig werden würde.
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