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Schattenfell
140331 Acido Hailfire
Die Schwingtür schlug quietschend auf und wieder zu, als der Fremde den staubigen Saloon am Ende der Galaxis betrat. Er trug den Helm unter dem Arm, um kein Aufsehen zu erregen. Sein Gesicht war den wenigsten Zivilisten in den abgelegenen Sektoren bekannt, aber er musste sich vorsehen. Heartnets Spione lauerten überall.


Seine Schritte durchbrachen die angespannte Stille, in der man eine Holonadel hätte fallen hören. Der schmutzige Poncho schlug bei der Bewegung auf und offenbarte für einen Augenblick die scharlachroten Panzerplatten der kaiserlichen Gardearmee darunter.

Von überall aus dem Raum folgten ihm die Blicke der Anwesenden, als der alte Mann an den Tresen trat, um bei dem stark schwitzenden Besalisken dahinter wortlos einen Drink zu bestellen, indem er lediglich mit zwei Fingern auf das verwitterte Wroshyr Holz der Bar tippte.

Der ubesische Whisky war nicht für ihn. Er war für den Mandalorianer auf der anderen Seite des Tisches, an den er sich nun setzte, um ihm das Glas nonchalant herüber zu schieben. Der Mandalorianer schien ihn zu erwarten und hob in einer abwehrenden Geste die Hand.

“Erst die Credits.”, dröhnte es blechern durch die Stimmprojektoren seines schwarz lackierten Helms.

Der Alte nickte, griff betont vorsichtig, um niemanden unnötig nervös zu machen, unter sein Gewand und zog einen faustgroßen Beutel aus Banthaleder daraus hervor, das sein Gegenüber klimpernd auffing und abschätzend in einer Hand wog, während die andere sich versteckt unter der Tischplatte langsam vom Griff seines Blasters zurückzog.

Beide nickten.

“Das Ziel?”

Der Mann aktivierte den Holoprojektor des Tisches und das flimmernde Abbild einer langsam ergrauenden Rothaarigen in Uniform erschien.

Der Mandalorianer sah ihn durch den ausdruckslosen T-Visor an, als würde er eine Braue dahinter heben.

“CorSec kostet extra, Grand General.”

Fell nickte widerwillig. Nicht wegen des Preises. Der Söldner hatte soeben besiegelt, was er lieber verhindert hätte. Aber die Mission war zu kritisch, um Zeugen zu hinterlassen. Sie mussten ihre Spuren bei jedem ihrer Schritte verwischen.

Kurze Zeit später verließen sie gemeinsam den Saloon Richtung Raumhafen, gefolgt von einem halben Dutzend weiterer Death Watch Anhänger, die das Treffen unter das Bar-Publikum gemischt verfolgt hatten.

Es folgten Schüsse im Saloon.

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